Aktuelles 2021

Spanisches Projekt ´Forced Marriages: There are ways out!

Video: https://www.youtube.com/watch?v=p5RR3tdrk1c

Spanisches Projekt ´Forced Marriages: There are ways out!´ unter Beteiligung der Beratungsstelle Papatya veröffentlicht Video zum Thema Zwangsverheiratung (Englisch mit deutschen Untertiteln)

Prävention von Zwangsverheiratung/Frühehen und weiblicher Genitalverstümmelung

2. Netzwerktreffen für Lehrkräfte am 09. November erfolgreich durchgeführt

Unter dem Thema „Prävention von Zwangsverheiratung/Frühehen und weiblicher Genitalverstümmelung: Austausch und Best Practice“ fand am 09. November 2021 zum zweiten Mal eine bundesweite Vernetzungsveranstaltung für Lehrkräfte statt. Der Fokus lag diesmal auf Präventionsmöglichkeiten von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) und Früh- und Zwangsverheiratung. Viele Lehrkräfte hatten sich beim ersten Netzwerktreffen dieses Thema gewünscht, da sie sich zumeist als unmittelbare Kontakt- und Vertrauenspersonen von bedrohten oder betroffenen Mädchen wiederfinden. Der Austausch in Kleingruppen stand daher im Mittelpunkt der Veranstaltung. 21 Lehrkräfte aus 7 Bundesländern nahmen teil.

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„Ehren“-Mord oder Femizid?

Der Kampf um Begrifflichkeiten hilft den Mädchen und Frau wenig

Berlin, 17.08.2021. Der Mord an der Afghanin Maryam, der vermutlich von ihren beiden Brüdern am 17. Juli in Berlin begangen worden ist, hat eine Diskussion um die Begriffe „Ehren“-Mord und Femizid hervorgerufen. Dabei sind in der Diskussion verschiedenste Tendenzen zu erkennen, die den einen Begriff „weniger stigmatisierend“, den anderen gar „abwertend“ und „islamfeindlich“ bezeichnen.
Aber worum geht es hier eigentlich? Geht es hier um eine Wertung, welcher Begriff „besser“ ist oder welcher zu sehr „stigmatisiert“? Oder welche Form häufiger vorkommt als eine andere? Sollte es in der Diskussion nicht vielmehr darum gehen, diese furchtbare Tat als Anlass zu nehmen, noch einmal genauer hinzuschauen, welches Phänomen sich dahinter verbirgt und welche Hilfen für Bedrohte im Vorfeld wichtig sind? Wie hätte dieser Mord verhindert werden können und welche Präventionsmaßnahmen sind notwendig, um Mädchen und Frauen, aber auch jungen und Männern, die ebenfalls Opfer von dieser Form der Gewalt werden können, zu helfen?

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Polizeiliche Kriminalstatistik meldet 82 Fälle von Zwangsverheiratungen für das Jahr 2020:

Mehr Fälle von Zwangsverheiratung von Minderjährigen
TDF befürchtet starken Anstieg von Zwangsverheiratung und Frühehen aufgrund der Corona-Pandemie

In der im April 2021 veröffentlichten polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) von 2020 wurden im Berichtzeitraum vom 01.01.2020-31.12.2020 82 Fälle von versuchter und vollzogener Zwangsverheiratung erfasst (34 vollzogene und 48 versuchte Zwangsverheiratungen). Die meisten Opfer waren weiblich: Von den 77 Mädchen und Frauen wurden bei 33 die Zwangsverheiratungen durchgeführt, bei 44 blieb es bei einem Versuch. In fünf Fällen waren Männer von einer Zwangsverheiratung betroffen (vier Versuche und eine durchgeführt Zwangsverheiratung).

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